Wirbelsäule: Neurochirurgie
Wirbelsäulenchirurgie
Dr. Oeljeschläger
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Neurochirurgie: Behandlung, Operation
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Neurochirurgie | Wirbelsäulenchirurgie

Künstliche Bandscheibe (Prothese) für Lendenwirbelsäule und Halswirbelsäule

Die künstliche Bandscheibe wurde von Dr Schneiderhan bereits vorhin erwähnt, es gibt sie ja in der Neurochirurgie sowohl für die Lendenwirbelsäule als auch für die Halswirbelsäule. Wann kommt ihr Einsatz in Betracht?


Sowohl bei HWS als auch LWS kommt für die Neurochirurgie bei deutlichem Bandscheibenverschleiß (Diskopathie) mit starken chronischen Schmerzen im Rücken oder Nacken - möglicherweise mit Ausstrahlung in Arm oder Bein -, das Einsetzen einer Bandscheibenprothese, auch Zwishcnewirbelraumprothese genannt oder Zwischenwirbelraumprothese in Frage. Das gilt auch für Patienten mit starken Schmerzen nach Bandscheibenoperationen (Postlaminektomiesyndrom bzw. Postdiskotomiesyndrom).

Es ist wichtig für den Neurochirurgen, dass die Patienten noch über eine gute Konstitution verfügen und jünger als 65 Jahre sind. Es sollte auch kein Befund von Knochenschwund (Osteoporose) vorliegen. Im Gegensatz zu den noch gleich zu besprechenden Versteifungsoperationen bleibt bei künstlichen Bandscheiben die Beweglichkeit der Wirbelsäule im betreffenden Segment erhalten. Minimalinvasive Behandlungsmethoden müssen aber vorher bereits angewandt worden sein, bevor diese Operationsmethode der Neurochirurgie zum Einsatz kommt. Nur wenn diese nicht zum Erfolg verholfen haben, wird - übrigens unter Röntgenkontrolle - eine künstliche Bandscheibe bzw. Prothese an der Lendenwirbelsäule oder Halswirbelsäule eingesetzt.

Osteoporose

Dr. Oeljeschläger, da stellt sich doch die Frage, wie den Menschen mit Knochenschwund geholfen werden kann? Anders gefragt: kann jemand, der Osteoporose hat, dennoch auf neurochirurgische Hilfe hoffen?


Durchaus, gut dass Sie die Frage stellen. Die künstliche Bandscheibe ist für diesen Fall keine Lösung. Tatsächlich gibt es aber ein minimal-invasives Verfahren, das sogenannte perkutane Punktionsverfahren. Was hier passiert, ist, dass unter Röntgenkontrolle eine feine Punktionsnadel durch die Haut zum Wirbelkörper gelotst und an einem ganz spezifischen Ort in den Knochen eingeführt wird. Dort wird flüssiger Knochenzement injiziert, nach dessen Verhärtung eine Stabilisierung des Wirbelkörpers erreicht wird. Fallweise muss der Wirbelkörper, sofern er stark deformiert erscheint, erst noch in die richtige Form gebracht werden. Dafür wird ein spezieller Ballon eingesetzt. Der wird unter hohem Druck quasi aufgepumpt und richtet den Wirbelkörper auf.

Dieses Verfahren ist sehr gut geeignet bei Patienten, die unter schmerzhaften osteoporosebedingten Wirbelkörperveränderungen bis hin zu regelrechten Einbrüchen leiden. Dies gilt auch für tumorbedingte Deformierungen. Einsatzregionen sind hier die Brust- und Lendenwirbelsäule, für die künstliche Bandscheibe wie erwähnt Lenden- und Halswirbelsäule.

weiterführende Links zu "Künstliche Bandscheibe. Prothese":

Praxisklinik für Orthopaedie und Neurochirurgie - Dr. med. R. Schneiderhan

www.orthopaede.com


Praxisklinik für Orthopaedie und Neurochirurgie - Dr. Remt-Otto Oeljeschläger

www.wirbelsaeulenchirurgie-muenchen.de


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