Wie bemerkt man, dass man einen Bandscheibenvorfall erlitten hat?
Durch lokale aber auch insbesondere durch ausstrahlende Beschwerden z.B. in den Arm oder in das Bein. Weit schwerwiegendere Merkmale sind das Auftreten eines Pelzigkeitsgefühls bzw. eines Kraftverlusts oder noch schlimmer einer Blasen- oder Mastdarmstörung. Alle diese Symptome können auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen.
Austritt von Gewebeteilen der Bandscheibe
Wie kann man sich dies bildlich vorstellen? Teile der Bandscheiben verselbständigen sich offenbar.
Ein Bandscheibenanteil hat sich aus dem Verbund der vormals intakten Bandscheibe herausgelöst und sich nach hinten verschoben oder, was noch häufiger vorkommt, seitlich verlagert.
Meist tritt dieses Bandscheibengewebe dann in den Bereich des knöchernen Neuroforamens - die knöcherne Durchtrittsstelle der korrespondierenden Nervenwurzel-, sodass es dort im Bereich dieses "engen Tunnels" zu einer erheblichen Irritation dieser Nervenwurzel kommen kann. Die medialen Bandscheibenvorfälle sind klinisch meist weniger bedeutungsvoll. Dies lässt sich dadurch erklären, dass ein rein nach hinten ausgetretener Bandscheibenanteil zwar die Rückenmarkshäute bedrängt, jedoch nicht den starken ausstrahlenden Schmerz aufgrund der direkten Kompression einer Nervenwurzel vermittelt. Diese Beschwerden sind oft eher lokal und zeigen keine direkte Ausstrahlung. Oftmals werden diese Veränderungen erst durch spezielle Untersuchungen wie beispielsweise eine Computertomographie oder Kernspintomographie der Lendenwirbelsäule bestätigt.