Es gibt akute und chronische Schmerzen. Sie unterscheiden also nach Grad und Nachhaltigkeit der Beschwerden.
Sowohl Intensität als auch Dauer der Schmerzempfindung sind ein wesentliches Kriterium für die Analyse einer Schmerzkrankheit und deren therapeutischen Anforderungen. Patienten mit hoher Schmerzintensität müssen andere therapeutische Maßnahmen erhalten als Patienten, die über geringe Beschwerden klagen. Hierbei gibt es auf die Wirbelsäulenschmerzen bezogen unterschiedliche Rangfolgen der einzelnen Behandlungsmaßnahmen.
Gleiches gilt für die Differenzierung von akuten und chronischen Schmerzen.
Akuter und chronischer Schmerz als jeweils eigenständiges Krankheitsbild
Sie deuten eine wichtige Unterscheidung an. Sind denn akute und chronische Schmerzen streng getrennt zu sehen? Repräsentieren akuter und chronischer Schmerz ein jeweils eigenständiges Krankheitsbild?
Der akute Schmerz stellt ein Warnsignal für den jeweils betroffenen Patienten dar. Der behandelnde Arzt muss jede Möglichkeit nutzen, der Ursache dieser akuten Schmerzen nachzugehen und eine ausreichende und auf den Patienten optimal abgestimmte Therapie durchführen.
Sollten bei Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, bisherige therapeutische Maßnahmen nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben, muss diese therapeutische Analyse sehr kritisch überprüft werden. Alle Maßnahmen, chronische Schmerzen zurückbilden zu können, muss höchste Pflicht des behandelnden Arztes sein.
Anders als bei Patienten mit akuten Schmerzen hat der Schmerz hier seinen ursprünglichen Sinn, nämlich das Hinweisen auf eine Schmerzursache, verloren. Der Schmerz ist chronisch geworden und somit hat man ein weiteres Krankheitsbild vorliegen. Die chronische Schmerzkrankheit ist ein völlig eigenständiges Krankheitsbild und muss entsprechend konsequent behandelt werden.